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Im Interview: Ludiwig Lenz

Im heutigen Interview erfährst du wie schwierig die Erstellung von CAD-Modellen mit Sketchup ist, wozu man eine Japansäge einsetzt und worauf man beim Kauf einer Tauchsäge achten sollte.

Hallo Ludwig. Bitte stelle dich unseren Lesern einmal kurz vor.

Ich bin mitte dreißig und arbeite hauptberuflich als Softwareentwickler. Handwerkliche Arbeiten, bei denen man sieht und anfassen kann, was man geschaffen hat, sind für mich ein willkommener Gegenpol. Ich entwerfe, plane und designe schon seit meiner Kindheit gern. Holz ist ein toller Werkstoff, um Kretivität, handwerkliches Gesickt und den Umgang mit monderner Technik zu vereinbaren. Das deckt viele meiner Leidenschaften ab. Ich würde gern mehr „schreinern“, aber als freiberuflicher Familienvater bleibt tagsüber kaum Frizeit zum Handwerken … und im Keller einer Mietswohnung nachts mit der Oberfräse … einmal und dann nie wieder …

Wann ist bei dir die Leidenschaft zum Holzwerken entfacht? Wie kamst du dazu?

Ich denke, ich war schon immer ein kreativer Mensch und bereits als Jugendlicher leidenschaftlicher Heimwerker. Die Arbeit mit den Händen ist außerdem ein willkommener Ausgleich zum Büroalltag. Als ich damals aus meiner Studentenbude ausgezogen bin, verspürte ich den Drang, mich von allen schwedischen Pressspan-Plastik-Möbeln zu trennen. Ich habe begonnen mich für antike Möbel zu interessieren, und fand es faszinieren mit welchem hanndwerklichen Geschick diese Stücke hergestellt worden waren. Ich begann zum Spass eigene Möbel am PC zu entwerfen und mit einfachem Baumarktholz zu experimentieren. Das Thema hat mich dann nicht mehr losgelassen.

Was genau findet man auf deinem Blog?

Mein gesamtes Wissen zur Holzbearbeitung habe ich von anderen Blogs, Erfahrungsberichten und Video-Anleitungen aus dem Internet. Daher wollte ich meine eigenen Erfahrungen ebenfalls auf diesem Wege weitergeben und mit anderen teilen. Mein Blog (http://holz.ludwig-lenz.de/) ist eine Beschreibung dessen, was ich getan habe, welche Arbeitsschritte nötig waren und welche Erfahrungen ich bei der Arbeit mit Holz gemacht habe. Er soll als Inspriation dienen, selbst loszulegen und eine ausführliche Antwort auf die mir oft gestellte Frage „Wie hast du das gemacht?“ geben.

Wann ist dein Blog online gegangen und wie waren die Anfänge?

Mein Blog ist seit Januar 2015 online. Die Anfänge waren nicht schwierig. Eine Web-Domain hatte ich schon und von berufswegen das nötige Know-How so einen Blog aufzusetzen. Die Inhalte – Fotos und Texte – hatte ich bereits vorher erstellt und letztendlich nur noch eingefügt.

Welches Holz-Projekt war dein bisher Anspruchsvollstes?

Definitv die TV-Bank aus Eiche. Einfach deshalb, weil ich hier zum ersten Mal alles selbst gemacht habe. Inesonders die Verleimung der Bretter zu Holzplatten, die Fräs- und Hobelarbeiten waren eine Herausforderung. Außerdem wurden für den Zusammenbau fast keine Metallteile verwedent. Hierbei habe ich sehr viel gelernt.

Wie schwierig ist die Erstellung eines CAD-Modells mit Sketchup?

Es erfordert sicherlich einen hohes Maß an Einarbeitung. Da ich mich bereits vorher in der Verwendung solcher CAD-Programme auskannte, blieb mir dies erspart. Wenn man das Programm aber erst einmal korrekt anwenden kann, ist es sehr komfortabel, damit zu arbeiten. Ich schätze im Freeware-Bereich gibt es nichts besseres und es bietet für jeden ambitionierten Hobby-Schreiner alles was er braucht.

Warum bzw. wozu benutzt du eine Japansäge?

Die Japansäge verwende ich vorallem für feine und präzise Schnitte bei den Holzverbindungen, zum Kappen von Leisten und Kleinteilen. Aber auch längere Schnitte sind mit etwas Übung möglich – mir allerdings noch nicht zufridenstellend gelungen. Durch die Belastung auf Zug hat die Japansäge im allgemeinen ein dünneres Blatt als eine europäische Feinsäge. Außerdem hat sie keinen verstärkten Rücken, wodurch sie sich komplett ins Material eintauchen lässt. Mir liegt sie auch besser in der Hand, aber das ist vermutlich Gewohnheitssache.

Wo soll es mit deinem Blog zukünftig noch hingehen?

Ich musste die Arbeit mit Holz leider (vorrübergehend) fast komplett einstellen, da man im Keller einer Mietswohnung eben doch schnell an die Grenzen des Machbaren stößt. Daher ist auf meinem Blog im Moment auch nicht viel los. Aber ich habe die Hoffnun nicht aufgegeben, dass es irgendwie weitergeht. Neue Projekte erscheinen dann natürlich auf meinem Blog. Ein Forum und/oder Gästebuch, sowie die Verlinkung mit sozialen Medien steht noch aus. Sollte ich jemals eine richtige Werkstatt besitzen, werde ich vielleicht auch ein paar Videos drehen.

Zum Schluss würde ich mich über 3 Tipps freuen, die man deiner Meinung nach beim Kauf einer Tauchsäge beachten sollte.

1) Gutes Zubehör ist meines Erachstens sehr wichtig, beispielsweise eine ordentliche Führungsschiene.
2) Die Säge muss stark genug sein, um auch dicke Harthölzer zu bearbeiten. 40mm Eiche oder Buche quer zur Wuchsrichtung schaffen viele Baumarktmodelle nicht mehr.
3) Das Sägeblatt ist sehr wichtig. Es gibt nichts Ärgerlichers, als wenn an einem schönen Stück Holz die Ränder und Ecken ausgesplittert sind, weil ein falsches oder minderwerties Sägeblatt zum Einsatz kam.

Vielen Dank Ludwig für das interessante Interview.