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Tauchsäge – Was sollte beim Kauf beachtet werden?

Auf den Markt gibt es viele unterschiedliche Sägen, welche im Heimwerkerbereich zum Einsatz kommen können. Dennoch ist die Tauchsäge einer der wichtigsten Helfer, wenn es um feine und filigrane Arbeiten geht.

Natürlich kennt sich nicht jeder mit dem Angebot an Sägen aus, sodass es manchmal schwer wird, eine Tauchsäge von einem anderen Modell zu unterscheiden.

Ebenso weiß man nicht genau, worauf es beim Kauf zu achten gilt, damit man eine Säge erhält, welche über viele Jahre einen treuen Dienst leistet.

Erster Punkt – Was ist eine Tauchsäge?

Tauchsäge

Tauchsäge

Damit zur richtigen Säge gegriffen wird, muss man wissen, was eine Tauchsäge ist. Eine Tauchsäge ist ein spezieller Typ der Handkreissäge.

Der Name lässt sich auf den Prozess des Sägens zurückführen, wo das Sägeblatt in das jeweilige Werkstück eintaucht.  Durch diese Eigenschaft können tiefe und präzise Schnitte durchgeführt werden, ohne jenes Werkstück zu wenden.

Das Sägeblatt bei einer Tauchsäge ist beweglich gelagert, welche mit einstellbaren Blattdurchmesser sowie verschiedenen Zahngrößen vorhanden ist. Diese ragen nicht aus der Grundplatte, sondern fahren erst beim späteren Sägen heraus.

Der große Unterschied zu einer Handkreissäge ist, dass diese häufig mit einer Führungsschiene geliefert wird, welche über einen einstellbaren Tiefenanschlag verfügt. Ebenso können diverse Zubehörteile verwendet werden, um die Kreissäge zu erweitern.

Wann ist eine Tauchsäge sinnvoll?

Sie sollten zu einer Tauchsäge greifen, wenn es um das präzise und millimetergenaue Zuschneiden des Ausgangsmaterials geht. Besonders beim Möbelbau ist eine Tauchsäge ein unverzichtbares Arbeitsgerät, welches mit seinen exakten Einstellungen das Schneiden von Holz und ähnlichen Materialien erleichtert.

Man kann auch Fließen oder Teile für Parkettböden mit der Tauchsäge bearbeiten. Hierbei ist es unwichtig, ob es sich um ein recht großes Baustück handelt, wie einen Tisch, oder eher um ein kleines Teil, wie einen Bilderrahmen. Die Tauchsäge kann in allen Bereichen eingesetzt werde, wo Präzession und Genauigkeit gefragt sind.

Was sind die Leistungsmerkmale einer Tauchsäge?

Die Leistung einer Tauchsäge verhält sich proportional zu der gebrauchten Schnitttiefe. Diese wird in Watt gemessen. Je nach Gerät kann die Wattzahl zwischen 500 und 2.500 Watt liegen. In der Regel kann man eine Tauchsäge herkömmlich mit einem Netzstecker betreiben.

Im Gegensatz zu einer Kappsäge erlauben Tauchsägen einen tiefen Schnitt und gleiten kraftvoll durch allerlei Materialien, unwichtig ob diese anspruchsvoll oder schwierig sind. In den meisten Fällen reicht eine Schnitttiefe von 55 Millimeter komplett aus.

Ebenso sollte eine leistungsstarke Tauchsäge über ein Sägeblatt aus Hartmetall verfügen. Der Durchmesser muss auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst sein. Selbstverständlich erhöhen scharfe und gute Sägeblätter die Leistungsfähigkeit von Kreissägen. Gleichermaßen wird bei dem Wahl der Arbeitsmaterialien die Flexibilität erhöht, da die Säge vielfältig einsetzbar ist.

Optimal ist der Kauf von mehreren Sägeblättern in unterschiedlichen Zahngrößen. Somit kann perfekt auf die persönlichen Bedürfnisse eingegangen werden.

Weiterhin ist ein Leistungsmerkmal die Leerlaufdrehzahl. Diese wird häufig vom Hersteller angegeben und ist neben der Nennlaufzahl ein wichtiger Indikator für die Leistungsstärke einer Tauchsäge.

Der Kauf – Was ist zu beachten?

Beim Kauf von einer Tauchsäge muss man gewisse Punkte beachtet, damit das spätere Gerät seinen vollen Umfang entfalten kann.

Praktisch sind im Grunde alle Tauchsägen, wo man die Schnitttiefe stufenlos einstellen kann. In vielen Situationen ist diese Einstellung sehr hilfreich und verbessert den Umgang mit der Säge.

Weiterhin ratsam ist ein Hebel zum Schnellspannen. Dadurch kann die Schnitttiefe in einem Eiltempo verändert werden. Bei den meisten Tauchsägen kann die Schnitttiefe allerdings nur über eine Flügelmutter eingestellt werden. Das ist wesentlich umständlicher, weshalb man auf einen Schnellspanner achten sollte.

Diverse Modelle verfügen über eine Spindelarretierung. Diese Vorrichtung hilft dabei, dass das Sägeblatt leichter ausgewechselt werden kann, indem es gedreht wird.

Tauchsäge Staubsaugeranschluss

Tauchsäge Staubsaugeranschluss

Besonders hilfreich, wenn man viel Schmutz und Dreck verhindern möchte, ist der Anschluss an einen Staubsauger. Manche Angebote haben eine Halterung für den Staubsauger, sodass das Sägemehl direkt abgesaugt wird.

Sollte das Modell keinen Staubsaugerhalter besitzen, sollte man auf einen Auffangbehälter für Späne und Staub achten. Dieser fängt zwar nicht allen Unrat auf, doch der Schmutz wird deutlich verringert.

Ein weiteres sinnvolles Detail für die eigene Tauchsäge ist eine Schnellbremse. Diese verhindert, dass das Sägeblatt nach dem Ausschalten des Geräts weiterläuft. Dadurch wird die Sicherheit gewahrt und es kann nicht zu Unfällen kommen.

Einige Details zum Tauchsägenkauf:

Leistung: Eine ausreichende Leistung ist entscheidend, damit die Tauchsäge durch die unterschiedlichsten Materialien schneiden kann.

Es sollte eine Tauchsäge mit mindestens 1.000 Watt gewählt werden. Würde eine Tauchsäge mit einer Leistung unter 1.000 Watt gekauft werden, wird man im Alltag häufig auf seine Grenzen stoßen.

Sogar die Chance des frühzeitigen Defekts des Motors ist gegeben, wenn mit besonders dicken oder harten Materialien gearbeitet wird. Zudem könnte sich die Säge bei einem tiefen Schnitt verkanten und zu einem Sicherheitsrisiko werden.

Schnitttiefe: Die maximale Schnitttiefe ist ein weitere Punkt, welcher beim Kauf nicht vergessen werden sollte. Günstige Tauchsägen haben häufig eine Schnitttiefe von 40 bis 50 Millimeter.

Hochwertigere Modelle haben hingegen einen tieferen Schnitt von etwa 55 bis 65 Millimeter. Manche Modelle, worauf beim Kauf zu achten ist, können sogar Werkstücke von bis zu 70 Millimeter Tiefe sägen.

Sägeblatt: Wie oben erwähnt, sollte das Sägeblatt aus Hartmetall bestehen. Dadurch hat es eine lange Lebensdauer und kann bequem durch harte Materialien sägen.

Darüber hinaus ist es entscheidend, dass ein einfacher Sägeblatt-Wechsel möglich ist. In der Regel gibt es Tauchsägen, wo das Blatt mittels Hebel oder Knopf einfach herausgenommen werden kann.

Zwar ist der Wechsel ein wenig umständlich, aber machbar. Wesentlich besser sind Modelle, wo das Sägeblatt gedreht werden kann. Dadurch fällt der Austausch viel leichter.

Schnittwinkel: Es sollte nicht nur ein Modell gewählt werden, wo die Schnitttiefe stufenlos einstellbar ist, sondern auch der Schnittwinkel.

Letzteres ist wichtig, damit Gehrungsschnitte durchgeführt werden können. Im Regelfall lässt sich der Gehrungswinkel von 0 bis 45° einstellen.

Bei manchen Modellen ist auch mehr möglich. Wichtig ist, dass mit Zunahme des Gehrungswinkels die maximale Schnitttiefe sinkt. Beide Aspekte sollten ohne Probleme einstellbar sein, was bei den meisten Tauchsägen der Fall ist.

Bauweise: Eine kompakte und handliche Bauweise ist bei einer Tauchsäge wichtig, damit schnell gearbeitet werden kann. Das Gewicht und Handling sollte auf Anfänger angepasst sein.

Besonders das Gewicht sollte nicht zu hoch sein, wobei fünf Kilogramm die richtige Wahl ist. Ideal sind ergonomische Griffe, welche das leichte Sägen ermöglichen.