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Tauchsäge oder Stichsäge – verschiedene Sägesysteme für unterschiedliche Einsatzgebiete

Die Frage, welche Säge die „bessere“ ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Es kommt halt immer auf den Einsatzbereich und das zu sägende Material an. Die gravierendsten Unterschiede zwischen einer Tauch- und einer Stichsäge werden im Folgenden auch für Laien verständlich dargestellt, ohne auf bestimmte Marken oder das Preisgefüge einzugehen. Dieser Beitrag dient lediglich zur Darstellung der unterschiedlichen Systeme.

Das passende Video:

Da Bilder mehr als 1000 Worte sagen, haben wir einen kleinen Film produziert:

Funktionsweise und Einsatzgebiete einer Tauchsäge:

Tauchsäge

Tauchkreissäge

Wie der Name schon sagt, ist das Sägeblatt einer Tauchsäge beweglich und taucht erst nach Druck auf die Säge in den zu sägenden Werkstoff ein. Im ausgeschalteten Zustand reicht das Sägeblatt nicht über die Grundplatte hinaus. Einen Schutz, den man von Handkreissägen kennt, findet man an einer Tauchsäge nicht.

Ein Vorteil der Tauchsäge besteht unter anderem in der Möglichkeit, die Eintauchtiefe des Sägeblattes vor dem Schnitt festzulegen, was sich besonders bei Schnitten in bereits verlegtem Material empfiehlt.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass man „Überschnitte“ zum Beispiel bei rechten Winkeln, wie man sie von der Handkreissäge her kennt, durch die Verwendung der Tauchsäge vermeidet. Vor dem ersten Einsatz einer Tauchsäge empfiehlt es sich, ein wenig an nicht mehr benutzten Hölzern/Brettern oder sonstigen Materialien zu üben.

Praktisch und sinnvoll kann der Einsatz einer Tauchsäge auch dann sein, wenn man präzise Schnitte in sensiblen Materialien wie Fliesen benötigt. Nach etwas Übung wird das Einpassen von Steckdosen oder Schaltern so zum Kinderspiel. Allerdings ist immer darauf zu achten, dass für jedes Material das entsprechende Sägeblatt verwendet wird.

Welche Vorteile bietet die Stichsäge im Vergleich zur Tauchsäge?

Stichsäge oder Tauchsäge

Stichsäge

Eine unbestreitbare Besonderheit bei der Arbeit mit einer Stichsäge ist die Tatsache, dass mit einer Stichsäge besonders präzise und fein gearbeitet werden kann. Somit lassen sich auch kleine Figuren oder Formen aussägen, was mit einer Tauchsäge unmöglich ist.

Für Stichsägen gibt es zahlreiche Sägeblätter, die sich für unterschiedlichste Arbeiten anbieten. Die Unterschiede bei den Sägeblättern liegen in der Länge, der Breite sowie der Grobheit der Zähne. Neben der Möglichkeit, Holz oder Gipskarton zu sägen, gibt es spezielle Sägeblätter auch für Schnitte in Eisen und anderes Metall sowie in Kunststoff.

Im direkten Vergleich mit einer Tauchsäge bietet die Stichsäge auch die Möglichkeit, enge Kurvenschnitte vorzunehmen. Auch dafür bieten die meisten Hersteller spezielle Sägeblätter an. Für Sägearbeiten in Materialien wie Stein, Fliesen oder Beton ist eine Stichsäge nicht geeignet, dazu sind die Sägeblätter meist zu dünn. Eine Stichsäge kann im Innen- und Außenbereich zum Einsatz kommen, sie ist in der Regel sehr handlich und kann gut von einer Person bedient werden.

Unser Fazit:

Welche Säge nun die Richtige ist, lässt sich also nicht so einfach beantworten. Ausschlaggebend für eine Entscheidung für oder gegen eines der Sägesysteme ist immer vom Einsatzgebiet und dem eigenen Anspruch abhängig.